ZEIT Konferenz
Moderation:
Josef Joffe, Herausgeber der ZEIT
Podiumsteilnehmer:
- Regine Günther, Director Climate und Energy Policy des WWF Deutschland
- Joschka Fischer, ehemals Vizekanzler und Bundesaußenminister
- Dr. Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG
- Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstandes, Fraport AG
- Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemals Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, seit Mai 2007 Professor für Umwelt und nachhaltige Entwicklung an der Tongji-Universität in Shanghai, Direktor des Potsdamer Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit
Bei der ZEIT Konferenz „Zukunftsgipfel“ am 14.09.2009 auf dem BMW Messestand der IAA in Frankfurt am Main betonte Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister, die Bedeutung der Automobilindustrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Automobilbranche, so Fischer im Gespräch mit ZEIT-Herausgeber Josef Joffe, sei für Deutschland ein wichtiger strategischer Faktor. Mit der Elektromobilität kündige sich nun ein Techniksprung an, E-Mobility sei eine große Herausforderung. Die deutschen Unternehmen dürften aber auf dem Weltmarkt nicht den Anschluss verlieren. Die BRIC-Staaten (Anm. von autofilme: Brasilien, Russland, Indien, China) würden in diesem Feld dynamisch wachsen. Die deutsche Automobilbranche solle, „den Fuß nicht auf der Bremse haben“.
Dr. Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, forderte gleichfalls: „Das Automobil muss sich über Innovationen weiterentwickeln. Wir werden den Verbrennungsmotor noch effizienter und die Fahrzeugtechnologie gesamthaft noch optimaler gestalten. Zudem ist Hybrid auch für uns eine Übergangslösung. Und vor allem für große Ballungsräume wird ein Automobil auf Elektrobasis benötigt. Was Wasserstoff angeht, werden wir unsere Forschungsarbeit fortsetzen.“
Regine Günther, Director Climate und Energy Policy des WWF Deutschland, forderte dazu auf, vom Ziel aus zu denken. „Wir müssen die Wirtschaft in 40 Jahren auf neue Beine stellen“. Wenn man über Elektromobilität spreche, müsse man sich insbesondere über „intelligente Netze“ Gedanken machen, Die infrastrukturellen Investitionen müssten jetzt entschieden werden. Der Individualverkehr bliebe dabei essentiell.
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